Kreuzottern im Allgäu

Kreuzotter zum Reptil des Jahres 2024 gewählt

Nachtrag vom 22.11.2023: Die Kreuzotter ist “Reptil des Jahres” 2024! Ausgewählt wurde sie von der Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT).

Die Kreuzotter (Vipera berus) steht in Bayern auf der roten Liste als stark gefährdet. Im Oberallgäu kommt sie praktisch nur noch in den Allgäuer Mooren und im Gebirge vor. Die Kreuzotter steht in Deutschland unter Naturschutz.

Wie sehen Kreuzottern aus? Kreuzottern erkennen.

Kreuzottern werden etwa 50-70 cm lang, sind also relativ klein. Man erkennt sie leicht an dem typischen Zickzackband auf dem Rücken. Im Oberallgäu tritt jedoch häufiger die rein schwarze Variante auf (siehe Bildergalerie), die auch Höllenotter genannt wird. Es wird vermutet, dass die schwarzen Tiere gegenüber den hellern Exemplaren im Frühjahr einen „Startvorteil“ haben, da sie in der Sonne schneller aufwärmen. Ich habe bisher erst einmal eine Kreuzotter mit Zickzackband gesehen, und zwar während einer Kreuzotter-Exkursion im Felmer Moos.

Kreuzotter-Bilder

Wann kann man Kreuzottern am besten beobachten?

Die beste Zeit, um Kreuzottern im Oberallgäu zu beobachten, ist das zeitige Frühjahr, wenn die Sonne die ersten Flächen freigelegt hat. Die Kreuzottern kommen dann aus ihren Winterquartieren und wärmen sich in der Sonne auf. Sie liegen meist zusammengeringelt an einer geschützten Stelle, oft zwischen der Heide versteckt. Wenn ihr ins Moos geht, bleibt bitte auf den Wegen und schreckt die Schlangen nicht auf, sie haben den ganzen langen Winter über gehungert und brauchen dringend Energie!

Sind Kreuzottern giftig?

Ja, Kreuzottern gehören zu den Vipern und haben ein wirksames Gift. Allerdings setzen sie es sehr sparsam ein und geben bei einem Biss nur geringe Dosen ab.

Was passiert bei einem Kreuzotter Biss?

Der Biss ist wegen des Giftes meist schmerzhaft, es kann u.a. zu Schwellungen und Kreislaufproblemen kommen. Wer gebissen wird, sollte auf jeden Fall Ruhe bewahren und medizinische Betreuung erhalten. Todesfälle sind in den letzten 50 Jahren in Bayern nicht dokumentiert (Quelle: Bayerisches Landesamt für Umwelt). Kreuzottern sind jedoch sehr scheu und verkriechen sich sofort, wenn man ihnen zu nahe kommt. Zu Bissen kommt es in der Regel nur dann, wenn man sie überrascht oder in die Enge treibt.

Welche Schlangen gibt es im Oberallgäu?

Die Kreuzotter ist die einzige Giftschlange im Oberallgäu. Hier kommt außerdem die häufigere Ringelnatter vor und vereinzelt die seltene Schlingnatter.

Weitere Informationen zu Kreuzottern:

Informationen über Kreuzottern in Bayern beim Landesamt für Umwelt.

Deutsche Gesellschaft für Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) Reptil des Jahres 2024

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